Kollegschüler testen Ideen für mehr Autonomie im Alter

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Maskentheater

Anna Katharina Wrobel

08.02.2016 - 16:17 Uhr

Faszinierte die Grillo-Schüler bei der "Reise durch die verzauberte Märchenwelt" mit einer beeindruckenden Maske: die Eiskönigin. Foto: Funke Foto Services

Berufskolleg Königstraße mit Maskentheater in Gelsenkirchen

Gelsenkirchen.  Die Abschlusspräsentation der angehenden Erzieher in der Königstraße begeistert Grillo-Grundschüler. Darbietung ganz ohne Worte funktioniert gut.

Gebannt sitzen die Drittklässler der Friedrich-Grillo-Grundschule vor dem geschlossenen Vorhang im Spielraum des Berufskollegs an der Königstraße. Heute sind sie nicht nur Kinder; heute, da sind sie Drachen, Piraten, Pippi Langstrumpf und Prinzessinnen. Schließlich ist Karneval.

Aber eben nicht nur das: Heute, da hat die Erzieher-Abschlussklasse des Berufskollegs die Kinder auch auf "eine Reise durch die verzauberte Märchenwelt" eingeladen. Als sich der Vorhang einen Spalt öffnet und ein weißes Wesen mit beeindruckender Maske dahinter hervortritt, erklingt ein ebenso eindrucksvolles Raunen. Das Wesen richtet ein paar Worte an die Kinder, dann erlischt das Licht und Musik ertönt. Die Eiskönigin ist verschwunden.

Viel Bastelei und zwei Wochen intensive Proben

Seit Schuljahresbeginn arbeiten die 24 Schüler, 20 Frauen und vier Männer, an ihrer Abschlusspräsentation. Die einzige Vorgabe der vier Projektlehrer: ein Musical, Puppen- oder Maskentheater sollten sie auf die Bühne bringen. Die Entscheidung der FSO2-Klasse fiel auf die Arbeit mit Masken. Viel Bastelei und zwei Wochen intensive Probenzeit später, präsentieren die Kolleg-Schüler nun Märchen, die sie selbst umgeschrieben haben. Hänsel und Gretel in trauter Zweisamkeit auf der Bühne, solange bis die Eiskönigin mit der eindrucksvollsten Maske an diesem Vormittag wieder auftaucht und Hänsel entführt.

Die Darbietung funktioniert ganz ohne Worte; Masken, Musik, Nebel und Licht reichen, um die Kinder in die Zauberwelt zu entführen. Begeisterte "Aaaahs" bei den beiden Schmetterlingen, die über die Bühne tanzen, ängstliche "Ooooohs", als eine Teufelin mit rot-schwarzer Maske die Fläche betritt und sie vergiftet. "Die war ganz schön gruselig", findet Pirat Mahar (9). Er ist trotzdem begeistert, wahrscheinlich auch, weil – wie in jedem guten Märchen – am Ende alles gut wird: Ein dritter Schmetterling, schwebt auf die Bühne, verzaubert die Teufelin und befreit seine Artgenossen.

Darstellung ohne Worte funktioniert gut

"Wir freuen uns selber immer wieder darüber, wie gut die Darstellung ohne Worte funktioniert", sagt Lehrer Stefan Keppler. "Ein Schüler konnte kaum Deutsch sprechen, aber er wollte mir unbedingt zeigen, dass er versteht, um was es gerade geht", erzählt die 29-jährige Melek Karagülle. Auch eine IFö, eine internationale Förderklasse, hat sich das Stück angeguckt.

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