Eviva Espana!
In der letzten Septemberwoche fand die gemeinsame Fahrt der Abschlussklassen der Gymnasialen Oberstufe und der Kaufmännischen Assistenten mit den Lehrern Herr Domnick, Frau Schramm sowie Herr und Frau Meinhövel nach Malgrat, Spanien statt.
Freitagabend trafen wir uns, noch relativ frisch und munter, an der Schule und harrten voller Spannung der Dinge, die da kommen würden. Diese kamen dann auch in Gestalt von „Osman“, unserem ersten Busfahrer. Allein der Bericht über die Hinreise wäre abendfüllend, es sei an dieser Stelle nur berichtet, dass selbst das Auffinden des Hebels für das Öffnen der Stauräume im Bus eine fast unlösbare Aufgabe darstellte. Es bedarf daher nicht allzu großer Fantasie sich vorzustellen, wie man mangels fehlenden Navigationsgerätes durch eine Großraumbaustelle in Luxemburg findet und mangels fehlender Handynummer mehrere Rastplätze in Frankreich ansteuern muss, bis man den ablösenden Fahrer endlich findet (oder er uns). Auch das Öffnen der Seitenscheiben auf der Autobahn, weil der Knopf für die Belüftung nicht aufzufinden war und das Herunterkühlen des Busses auf 14 Grad mangels Bedienungsanleitung für die Klimaanlage, konnte die Klassen nicht nachhaltig schockieren. Müde, teilweise erkältet aber glücklich kamen wir Samstagnachmittag in unserem Bestimmungsort Malgrat an. Nach dem Bezug der Zimmer im Hotel Carthago Nova machten wir uns mit dem örtlichen Gegebenheiten vertraut; da im Hotel selbst eine eigene Disco vorhanden war, wurde sie sofort zum zentralen Anlaufpunkt.
Nachdem aus gegebenem Anlass einige pädagogische Gespräche geführt worden waren, fuhren wir am Sonntagmorgen zum nahen Markt nach Tordera. Der ganze Ort schien nur aus Marktständen zu bestehen und war von Touristen und Einheimischen stark frequentiert. Es gab alles, von Churros über Jeans bis zu Lebendvieh, und damit eigentlich nichts, was es nicht gab. Da wir am frühen Nachmittag zurück im Hotel waren, hatten wir den Nachmittag zur freien Verfügung, was wir auf vielfältige Weise nutzten, z. B. schlafen…
Der Montag war dann ganz der wunderschönen Stadt Barcelona gewidmet. Hier betätigte sich Herr Domnick als überaus kompetenter Reiseführer und führte uns durch das Hafengebiet bis zum oberen Ende der Einkaufsstraße Ramblas. Anschließend erkundeten sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrer die Stadt in Kleingruppen auf eigene Faust. Gemessen an der Anzahl der Tüten schien das HardRock Café ein besonderer Anziehungspunkt gewesen zu sein. Auch der Stadtstrand von Barcelona scheint seinen Reiz zu haben. Wir, die Lehrer, haben uns selbstverständlich die Gaudi geprägten kulturellen Höhepunkte dieser Stadt, u. a. die Sagrada Familia und den Parque Guel angesehen und sind unserem Insider Herrn Domnick in eine stilechte Tapas-Bar gefolgt, um zumindest ein bisschen neben den Haupt-Touristenwegen zu schlendern.
Am Dienstag fuhren wir mit dem Boot die Küste entlang zum kleinen beschaulichen Burgstädtchen Tossa. Es gab wohl keinen Schüler, der von dem Städtchen und seinem Strand nicht begeistert war.
Abends suchten wir uns dann zum Champions League gucken eine nette Kneipe mit großem Flachbildschirm.
Mittwochs stand eine Betriebsbesichtigung bei der auch in Deutschland bekannten Sektkellerei Freixenet auf dem Programm. Nach einer kurzen Filmvorführung über die Geschichte des Unternehmens und der Begrüßung durch Ines, unserer Führerin, stiegen wir zunächst in die Tiefen des weit verwinkelten Kellers, in dem Millionen von Flaschen lagern. Auch konnte man einen kurzen Blick in die Abfüllerei werfen. Höhepunkt war aber wohl für viele die Fahrt mit einem kleinen, aus mehreren Waggons bestehenden Zug, den man aus so manchem Vergnügungspark kennt. Die Zentrifugalkraft eines solches Zuges bei Vollgas in den Kurven ist nicht zu unterschätzen.
Am Donnerstagmorgen um 11 Uhr traten wir dann die lange Heimreise an. Auch diesmal gab es bei der Busübergabe in Dijon Schwierigkeiten, aber es hat schließlich auch seinen Reiz, wenn man um ein Uhr nachts auf einem französischen Rastplatz Fußball spielen kann.
Pünktlich zu Schulbeginn um 8.00 Uhr Freitagmorgen kamen wir erschöpft wieder in Gelsenkirchen an. Barcelona war auf jeden Fall eine Reise wert!
Bericht: Barbara Meinhövel


















